FAQ zum Mitgliedervotum

Veröffentlicht von am 20 Nov. 2013 in Allgemein

Wie kann ich mit abstimmen?

Das Mitgliedervotum wird als reine Briefwahl durchgeführt. Das heißt: Jedes einzelne Mitglied bekommt bis spätestens 6. Dezember seine persönlichen Abstimmungsunterlagen an die gleiche Adresse wie den vorwärts zugeschickt. Bei dem Abstimmungsverfahren haben wir uns an staatlichen Wahlen, wie zum Beispiel denen zum Bundestag, orientiert. Abstimmende, die des Lesens unkundig oder durch körperliche Gebrechen gehindert sind, den Stimmzettel selbst zu kennzeichnen oder zu falten, können sich eine Unterstützung suchen (Hilfsperson).

Wo kann ich mich über den Koalitionsvertrag informieren?

Auf spd-mitgliedervotum.de gibt es aktuelle Informationen zu den Koalitionsverhandlungen. Dort wird auch der Koalitions- vertrag, sobald er vorliegt, veröffentlicht, über den im verbindlichen Mitgliedervotum abgestimmt wird. Außerdem wird der Koalitionsvertrag in einem vorwärts-Extra an alle Mitglieder verschickt und als Kurzfassung im SPD-Shop angeboten.

Wo kann ich über die Ergebnisse diskutieren?

Jeder Landesverband oder Bezirk führt mindestens eine Regionalkonferenz durch, zu der du eingeladen wirst und über den Koalitionsvertrag mitdiskutieren kannst. Die Termine findest du auch auf spd-mitgliedervotum.de. Auch die Unterbezirke und Ortsvereine sind gebeten worden, vom 6. bis 8. Dezember zu Diskussionsveranstaltungen vor Ort einzuladen.

Wer darf beim Mitgliedervotum abstimmen?

Beim Mitgliedervotum dürfen alle Mitglieder abstimmen, die bis zum 13. November vom Ortsverein aufgenommen und in der Mitgliederverwaltung (MAVIS II) als Mitglied registriert wurden.

Was passiert, wenn ich keine Abstimmungsunterlagen erhalten oder meine verloren habe?

Jedes Mitglied erhält nur einmal die Abstimmungsunterlagen an die gleiche Adresse wie den vorwärts bis zum 6. Dezember. Es können keine Ersatzunterlagen herausgegeben werden. Die Adresse, an die deine Unterlagen verschickt wurden bzw. werden, kannst du bei der Hotline unter 030 - 25991-500 abfragen. Verlorene Abstimmungsunterlagen werden nicht ersetzt. Anderenfalls kann nicht ausgeschlossen werden, dass Stimmen mehrfach abgegeben werden.

Bis wann muss ich die Unterlagen für die Abstimmung losgeschickt haben?

Die Unterlagen müssen unbedingt rechtzeitig mit der Post abgesendet werden. Die Abstimmungsbriefe müssen am 12. Dezember bis spätestens 24.00 Uhr im Postfach des Parteivorstands vorliegen. Dann endet die Abstimmung. Später eingegangene Abstimmungsbriefe können bei der Stimmenauszählung nicht mehr berücksichtigt werden. Die Abstimmungsbriefe sollten in Deutschland spätestens am dritten Werktag vor der Abstimmung abgesandt werden, um den rechtzeitigen Eingang vor dem Abstimmungsende sicherzustellen. Du bist selbst dafür verantwortlich, dass die Unterlagen rechtzeitig eingehen.

Ist das Ergebnis des Mitgliedervotums wirklich bindend?

Ja, wenn 20 Prozent der Mitglieder ihre Stimme abgeben, hat das Votum Gültigkeit und der Koalitionsvertrag ist entsprechend dem Ergebnis angenommen oder abgelehnt.

Wer zählt die ganzen Stimmen eigentlich aus?

Das macht die gesamte Partei. Die Auszählung erfolgt unter Aufsicht einer von den Landes- und Bezirksverbänden ent- sandten MPZK (Mandatsprüfungs- und Zählkommission) mit hunderten Ehrenamtlichen unter notarieller Aufsicht in Berlin. Freiwillige können sich bei Interesse an ihren Landesverband oder Bezirk wenden.

Was ist mit den Rechten der Opposition im Bundestag?

Natürlich werden die SPD die Rechte der Opposition sichern. Das betrifft beispielsweise das Recht, einen Parlamentarischen Untersuchungsausschuss im Bundestag einzurichten oder ein Normenkontrollverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht zu beantragen. Es wird eine Lösung geben, mit der alle leben können.

SPD und Union haben keine Mehrheit im Bundesrat. Welche Folgen hätte das?

Der Bundesrat vertritt die Interessen der Länder, nicht irgendwelcher Parteien. So muss das auch sein. Es ist völlig klar: Die Länder werden – egal von welcher Regierung sie geführt werden – keinen Gesetzen zustimmen, die ihren Interessen widersprechen. Aber selbst eine große Mehrheit der SPD im Bundesrat hilft am Ende nichts für die Durchsetzung unserer Politik: Der Bundesrat hat eine Verhinderungsmehrheit aber eben keine Gestaltungsmehrheit. Die hat er nur im Zusammenwirken mit dem Bundestag.

Wo finde ich weitere Informationen?

Auf SPD.de sind alle wichtigen Informationen zu den Koalitionsverhandlungen und dem Mitgliedervotum zusammengefasst und werden ständig aktualisiert: www.spd.de/mitgliedervotum

Quelle: SPD.de

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Bericht aus Berlin: Bundestag konstituiert sich

Veröffentlicht von am 24 Okt. 2013 in Allgemein, Bericht aus Berlin

Im Zentrum meiner diesmaligen Berlinwoche stand die Konstituierung des neuen Bundestages. Mit großer Demut, aber auch große Freude, nun an der deutschen Demokratie auf dieser Ebene mitwirken zu dürfen, nahm ich an meiner ersten Sitzung im Plenum als Bundestagsabgeordneter teil. Die Tagesordnung war geprägt von den Wahlen des Bundestagspräsidenten und seinen Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten, sowie Abstimmungen über verschiedene Geschäftsordnungen. Klingt etwas trocken und formal. Aber trotzdem ist es schon ein besonderer Moment, bei der Namensaufrufung seinen eigenen Namen im Plenarsaal des Bundestages zu hören – in einer Reihe mit den vielen anderen Namen, die man bisher nur aus Zeitung und Fernsehen kennt.

Umrahmt wurde die Bundestagssitzung von Besprechungen in der Fraktion, Pressegesprächen und weiteren organisatorischen Schritten bei der Einrichtung unseres Berliner Büros. Mittlerweile durften wir unsere Räumlichkeiten unter schönen Adresse „Unter den Linden 50“ beziehen. Das Berliner Büro ist ab sofort unter der Nummer 030 227 78700 telefonisch erreichbar. In den nächsten Tagen und Wochen erwarten wir dort noch Renovierungsarbeiten, eine Möbelberatung und das Einrichten der technischen Geräte. Dann erreichen uns auch Faxe an die 030 227 76701. Wir freuen uns schon, bald die ersten Besuchergruppen aus der Südpfalz in der Hauptstadt begrüßen zu dürfen.

Die allgegenwärtigen Themen dieser Tage sind natürlich die Koalitionsverhandlungen und der Diskussions- und Mitbestimmungsprozess innerhalb unserer Partei. Wir achten darauf, diesen Prozess so transparent und offen wie möglich zu gestalten. An dieser Stelle möchte ich als Unterbezirksvorsitzender auch alle Genossinnen und Genossen in der südpfälzischen SPD herzlich einladen, an den von uns geplanten Diskussionsveranstaltungen zu diesem Thema teilzunehmen. Die genauen Informationen erreichen Euch hierzu in Kürze.

Mein persönliches Ziel ist, dass möglichst viele Mitglieder ihre Mitentscheidungsmöglichkeit wirklich nutzen und wir ein breites Votum bekommen, dass das Meinungsspektrum der Partei widerspiegelt. Ausdrücklich wiese ich darauf hin, dass alle Meinungen herzlich willkommen sind. Wir wollen eine offene, sachliche und faire Diskussion, die auch kritische Stimmen zulässt und in der die Meinung eines und einer jeden Einzelnen akzeptiert wird – unabhängig davon, ob sie mit der Linie der Parteiführung übereinstimmt oder nicht. Wenn uns das gelingt, sind wir auch im Bereich der Basisbeteiligung und Mitbestimmung ein gutes Stück vorwärts gekommen. Ein Weg, den wir in der Südpfalz bereits nach den Bundestagswahlen 2009 konsequent gegangen sind. Der richtige Weg, wie ich finde.

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