Viel spannender hätte der Einstieg in den Bundestag kaum verlaufen können. Mit den unklaren Mehrheitsverhältnissen und der damit verbundenen Frage nach der Koalitionsbildung startet die neue Legislaturperiode und damit auch meine erste Woche in Berlin. Ich stehe einer Großen Koalition sehr kritisch gegenüber und weiß, dass es vielen Genossinnen und Genossen an der Basis in der Südpfalz da ähnlich geht. Als Demokraten werden wir uns Gesprächen darüber nicht verschließen, aber wir haben klare inhaltliche Vorstellungen, was sich in unserem Land ändern muss. Wenn unsere zentralen Forderungen mit einer Großen Koalition nicht durchsetzbar sind, stehen wir nicht zur Verfügung. Das letzte Wort darüber haben die Mitglieder unserer Partei. Der richtige Weg, wie ich finde.

Neben diesen inhaltlichen Fragen ist der Einzug in den Bundestag auch so schon spannend genug. Durch die Hallen des Bundestags zu laufen, im Fahrstuhl mit Menschen zu stehen, die man sonst nur aus dem Fernseher kennt und bei Fraktionssitzungen an den Zukunftsfragen des Landes und der Sozialdemokratie ein kleines Stück mit zu entscheiden – da muss man sich erst mal einleben. Und nebenbei versuche ich mit meinem Team, ein arbeitsfähiges Büro zu organisieren. Da die Büros der ausscheidenden Abgeordneten erst nach der Konstituierung am 22. Oktober frei werden, ist hier teilweise Improvisation angesagt. Dank der freundlichen Unterstützung vieler AnsprechpartnerInnen und der rheinland-pfälzischen SPD-Landesgruppe sind aber auch diese Hürden zu bewältigen.

Die nächste Fraktionssitzung findet am 8. Oktober statt. Bis dahin gibt es vielleicht schon erste Ergebnisse aus den Sondierungsgesprächen mit der CDU. Spannende Debatten stehen auf jeden Fall bevor. Ich versuche, Euch hier stets auf dem Laufenden zu halten.