PRESSEMITTEILUNG:

Am 7. April jährt sich der Beginn des Völkermordes in Ruanda zum zwanzigsten Mal. Der südpfälzische Bundestagsabgeordnete Thomas Hitschler (SPD) unterstützt den gemeinsamen Antrag von SPD, CDU/CSU und Grünen, der an diesem Freitag im Bundestag an die Opfer erinnern und gedenken will. Gleichzeitig lobt er die ehrenamtlichen Initiativen, die sich auch in der Südpfalz für die Partnerschaft und die Unterstützung Ruandas seit Jahrzehnten einsetzen.

„Wir verneigen uns im Gedenken an die Opfer von Vertreibung, Mord und grausamer Gewalt, unter der die Bevölkerung Ruandas von April bis Juli 1994 zu leiden hatten“, erläutert Thomas Hitschler die zentrale Aussage des Antrages.

Rund 800.000 Menschen sind in wenigen Wochen damals gestorben. Die Rolle der internationalen Gemeinschaft war, bedauerlicherweise, begrenzt. Trotz vielfältiger Informationen über das mörderische Geschehen konnten die Gräuel vor Ort nicht verhindert werden.

„Ausdrücklich betonen wir die Notwendigkeit der Aufarbeitung und Versöhnung, und erkennen daher die internationalen Bemühungen für eine strafgerichtliche Aufarbeitung des Völkermordes an. Gleichzeitig müssen wir weiterhin die Bestrebungen der Menschen in Ruanda unterstützen, demokratische Ordnung zu festigen, Menschenrechte und bürgerliche Freiheiten zu schützen, und Auf- und Ausbau zivilgesellschaftlicher Strukturen zu fördern. Deutschland soll daher seinen Ansatz zur wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit Ruanda stärken. So kann der Weg zur Stabilität gesichert werden“, fügt Hitschler hinzu.

Mit dem ostafrikanischen Land pflegt Rheinland-Pfalz seit 1982 eine so genannte „Graswurzelpartnerschaft“. Damit ist eine Partnerschaft gemeint, die hauptsächlich auf Ebene der Bevölkerung staatfindet und von unmittelbaren Träger, wie z. B Schulen oder Kommunen, durchgeführt wird. Verschiedene Projekte wurden schon in diesem Rahmen gemeistert. Ein Beispiel dafür ist „Aktion Tagwerke e.V“, bei der Schüler und Schülerinnen im Betrieben, Büros oder Privatpersonen einen Tag arbeiten, und ihren Verdienst den Kindern in Ruanda zur Verfügung stellen.

Die Stadt Landau hat mit der Stadt Kigoma in Ruanda 1984 eine Partnerschaft beschlossen, die nach einer Kommunalreform auf Ruhango übertragen wurde. In diesem Rahmen ist der Landauer Freundeskreis Ruhango-Kigoma entstanden. Mit den Einnahmen aus dem regelmäßigen Ruhango-Flohmarkt werden vor allem Projekte im Schulbau in der Partnerregion gefördert.

„Die ehrenamtliche Arbeit des Freundeskreis Ruhango-Kigoma und anderer Initiativen leistet einen unheimlich wertvollen Beitrag, auf den wir als Südpfälzer sehr stolz sind“, betont Hitschler.