Wege in eine gleichberechtigte Arbeitswelt

Posted on 2 Jul. 2015 in Allgemein, Pressemitteilung

PRESSEMITTEILUNG: Diskussionsveranstaltung in Bellheim

Frauen UND Männer kamen ins Bürgerhaus nach Bellheim, um mit dem südpfälzischen Bundestagsabgeordneten Thomas Hitschler über verschiedene Vorstellungen zu diskutieren, wie eine für Alle gleichberechtigte Arbeitswelt erreicht werden kann und wo bisher die größten Unterschiede liegen. Seine Diskussionsgäste waren Elke Ferner, MdB, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Barbara Schleicher-Rothmund, MdL, Vizepräsidentin des Landtages Rheinland-Pfalz und örtliche Landtagsabgeordnete sowie Susanne Wagner, Bezirksfrauensekretärin des Deutschen Gewerkschaftsbundes Rheinland-Pfalz/Saarland.

„Einiges erreicht – noch viel vor! könnte das Ergebnis des Abends lauten“, so Hitschler. Vieles hat sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten schon am Arbeitsmarkt verbessert, einige Ungerechtigkeiten, z.B. beim Lohn oder bei der flexibleren Arbeitszeitgestaltung müssen durch Regelungen in der Politik, aber auch durch ein Umdenken auf Arbeitgeberseite angepasst werden.

Selbstkritisch gingen die anwesenden Frauen auf häufig unbewusst anerzogene „Angepasstheit“ ebenso ein wie die oft fehlende Motivation, sich für die eigenen Rechte und Ansprüche einzusetzen. Die ‚klassische‘ Rollenverteilung setzt Frauen und Männer gleichermaßen unter Druck. Männer, die am Familienleben viel mehr teilhaben wollen, sehen sich häufig auf die Rolle des ‚Familienernährers‘ reduziert.

Elke Ferner, die auch Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in der SPD (ASF) ist, hob unter anderem hervor, dass die Rahmenbedingungen immer noch auf das Ein-Ernährer-Modell ausgerichtet sind, wie z.B. das Ehegattensplitting. Diese Rahmenbedingungen müssen so verändert werden, dass partnerschaftliche Lebensmodelle nicht benachteiligt werden. Die Entgeltungleichheit und die gebrochenen Erwerbsbiographien addieren sich im Lebensverlauf auf eine Rentenlücke von fast 60 Prozent. „Soziale Gerechtigkeit heißt für mich vor allem Chancengleichheit der Geschlechter“, so Ferner. „Es ist heute immer noch stark zu beobachten, dass eine innerfamiliär getroffene Entscheidung über die Frage, wer sich zeitintensiver um Kinder und Haushalt kümmert, durch die schwierigere Rückkehr in den Beruf bei meist geringerer Bezahlung massive Auswirkungen auf den weiteren Lebensweg hat. „An dem Abbau dieser Ungerechtigkeit müssen wir weiter intensiv arbeiten“, so Elke Ferner.

Barbara Schleicher-Rothmund, Landtagsvizepräsidentin und hochschulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion wies auf die häufig geschlechter-stereotype Auswahl der Studienfächer an Hochschulen hin. Während Frauen oft sozial- und sprachorientierte Fächer wählten, studieren in den sog. naturwissenschaftlich orientierten MINT-Bereichen vor allem Männer. Dies wirke sich auch auf das Lohngefüge in den entsprechenden Berufen aus. Seit es mehr Medizinerinnen in Deutschland gäbe, sinke das Durchschnittseinkommen der Ärzte merklich. „Dieser Trend muss gestoppt und umgekehrt werden“, so Schleicher-Rothmund.

Susanne Wagner legte einige Forderungen an die Politik und an die Arbeitgeber aus Sicht des DGB dar: „Nötig ist eine neue Definition des Normalarbeitsverhältnisses, die die alte (größtenteils männlich geprägte) Vollzeitnorm ersetzt“, so Wagner. Es muss mehr und flexiblere Möglichkeiten geben, Arbeitszeiten temporär zu reduzieren, sei es für Kindererziehung, Pflege von Angehörigen oder auch Besuche von Weiterbildungsmaßnahmen.

Die Einführung einer Familienarbeitszeit wurde von allen Anwesenden als gutes Instrument erachtet, mehr Ausgleich innerhalb der Familie zu schaffen.

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Pünktlich zum Frauentag: Bundestag beschließt Quote

Posted on 6 Mrz. 2015 in Allgemein, Pressemitteilung

PRESSEMITTEILUNG: Wichtiges SPD-Projekt endlich durchgesetzt

„Am 8. März feiern wir einen historischen Frauentag: Es ist der letzte seiner Art, der ohne eine gesetzliche Quote für Frauen in Führungspositionen der Wirtschaft und im Öffentlichen Dienst stattfindet. Der Gesetzentwurf zur Quote von Frauenministerin Manuela Schwesig wurde am heutigen Freitag im Parlament verabschiedet. Die Zeiten der wirkungslosen freiwilligen Vereinbarungen sind damit endgültig vorbei“, erklärt der südpfälzische Abgeordnete Thomas Hitschler.

„Mit der Quote wird ein weiteres wichtiges SPD-Projekt aus dem Koalitionsvertrag erfolgreich abgeschlossen. Für Aufsichtsräte von börsennotierten und voll mitbestimmungspflichtigen Unternehmen gilt damit in Zukunft eine feste Geschlechter-Quote von 30 Prozent. 3.500 weitere Unternehmen sind verpflichtet, feste Zielgrößen für ihre Aufsichtsräte und die zwei darunter liegenden Führungsebenen zu erstellen und einzuhalten. Für die Gremien des öffentlichen Dienstes gilt ebenfalls eine Quote von 30 Prozent, die im Jahr 2018 auf 50 Prozent erhöht wird. Außerdem wird das Bundegleichstellungsgesetz modernisiert“, erläutert Hitschler.

Pünktlich zum Internationalen Frauentag wurde das Gesetz am 06.03.2015 im Bundestag verabschiedet. Die jahrzehntelangen Forderungen der Frauenorganisationen werden nun endlich Gesetz – ein historischer Schritt, der auch bei Aktionen zum Internationalen Frauentag gewürdigt wird.

„Mehr Frauen in Führungspositionen sind ein wichtiger Schritt für die Gleichstellung von Frauen und Männern. Das Gesetz zur Quote kann aber nur ein Baustein von vielen sein, denn Gleichstellung bezieht sich auf alle Lebensbereiche und nicht nur auf Karrierewünsche“, betont Hitschler. „Deshalb wollen wir mehr: ein starkes Gesetz zur Entgeltgleichheit, um die Lohnlücke zwischen Frauen und Männer von noch immer erschreckenden 22 Prozent zu bekämpfen, eine Familienarbeitszeit sowie den Ausbau von Ganztags-Kitas und –Schulen für eine bessere Vereinbarkeit. Die Kombination von Familie, Freizeit und existenzsichernder Erwerbsarbeit muss für alle möglich sein – unabhängig vom Geschlecht.“

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Internationaler Frauentag 2014

Posted on 7 Mrz. 2014 in Allgemein, Pressemitteilung

Am Sonntag, den 9. März, findet ab 15 Uhr in der Brasserie im Parkhotel Landau die zentrale Veranstaltung zum Internationalen Frauen der AG sozialdemokratischer Frauen (ASF) Pfalz statt. Der Bundestagsabgeordnete Thomas Hitschler erklärt dazu:

„Auch mehr als 100 Jahre nach dem ersten Internationalen Frauentag haben Frauen und Männer nicht die volle Entscheidungsfreiheit, Chancengleichheit ist nach wie vor nicht erreicht. Immer noch legen bestimmte Anreizsysteme eine traditionelle Rollenaufteilung nahe. Das hat Folgen für den gesamten Lebensverlauf von Frauen und Männern“, so Hitschler.

Auch wenn sich langsam die Rolle der Frau als Zuverdienerin verliert, darf dies jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass Frauen nach wie vor durchschnittlich 22 Prozent weniger Lohn erhalten als Männer. Genauso wenig darf verschwiegen werden, dass der Großteil der im Niedriglohn Beschäftigten Frauen sind und dass viele Frauen in der Teilzeit- und Minijobfalle feststecken. Dass der Karrieresprung für die meisten Frauen oft nur ein frommer Wunsch bleibt, weil der Kollege längst im Chefsessel sitzt – auch das gehört zur ganzen Wahrheit. Und letztlich muss gesagt sein: Am Ende eines Frauen-Erwerbslebens bleibt im Schnitt nur die Hälfte einer durchschnittlichen Männer-Rente.

„Deshalb wird sich die SPD-Bundestagsfraktion für Geschlechtergerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt stark machen“, kündigt Hitschler an: „Mit gesetzlichen Regelungen zur Entgeltgleichheit für gleiche und gleichwertige Arbeit, die geschlechtsspezifische Lohndiskriminierung aufdecken und beseitigen helfen. Wir werden den hoch qualifizierten Frauen in der Wirtschaft zu ihrem Recht verhelfen, endlich auch in Toppositionen aufzusteigen: mit einer 30%-Quote für Aufsichtsräte von börsennotierten oder voll mitbestimmungspflichtigen Unternehmen. Mit dem flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn werden wir automatisch all jene Berufe aufwerten, die überwiegend von Frauen ausgeübt werden.“

„Erst wenn die Ausgangsbedingungen im Beruf für Frauen die gleichen sind wie für Männer und wenn Arbeit gerecht bezahlt wird, erst dann können Frauen und Männer frei über die Aufgabenverteilung entscheiden.“

Der Internationale Frauentag findet jährlich weltweit am 8. März statt und thematisiert die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau.

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Equal Pay Day: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Posted on 20 Mrz. 2013 in Allgemein

Zum „Equal Pay Day“ fordert Thomas Hitschler, Vorsitzender und Bundestagskandidat der südpfälzischen SPD, ein Ende der Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen. „Gerade in einem wirtschaftlichen Wachstumsraum wie der Südpfalz können wir es uns weder aus Gründen der Gerechtigkeit noch aus volkswirtschaftlichen Gründen leisten, Frauen schlechter zu bezahlen als Männer. Betriebe in der Südpfalz sind auf gute Fachkräfte angewiesen, da spielt das Geschlecht keine Rolle.“

Der „Equal Pay Day“ markiert den Tag, an dem Frauen über das Jahresende hinaus arbeiten müssen, um das Vorjahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu bekommen und findet in diesem Jahr am 21. März statt. Frauen verdienen in Deutschland im Schnitt also knapp 21% weniger. „Ich werde mich im Bundestag dafür einsetzen, dass Betriebe künftig mit einem Entgeltgleichheitsgesetz dazu verpflichtet werden, Lohndiskriminierung von Frauen aufzudecken und dann auch zu beenden“, verspricht Hitschler.

Die gleiche Bezahlung ist jedoch nicht das einzige Thema, bei der es in Sachen Gleichstellung noch großen Handlungsbedarf gebe. „Familie und Beruf müssen besser miteinander vereinbar sein, unabhängig vom Geschlecht. Ich bin davon überzeugt, dass dies mit modernen Arbeitszeitmodellen wie Führung in Teilzeit oder auch einer Flexibilisierung der täglichen Arbeitszeit zu realisieren ist. Außerdem brauchen wir mehr KiTa-Plätze. Mit der Abschaffung des widersinnigen Betreuungsgeldes stünden dafür bis zu zwei Milliarden Euro zur Verfügung.“

„Ich werde mich dafür einsetzen, dass Frauen und Männer im Berufsleben gleichgestellt sind, beim Start in das Erwerbsleben, beim Lohn, bei der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege ebenso wie beim beruflichen Aufstieg und der Beteiligung an wirtschaftlichen Entscheidungen“, so Hitschler abschließend.

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Internationaler Frauentag: Brot und Rosen

Posted on 11 Mrz. 2013 in Allgemein, Pressemitteilung

„Brot und Rosen“ lautete die Streik-Parole von mehr als 20.000 Textilarbeiterinnen in Massachusetts, die 1912 gegen Hungerlöhne und Kinderarbeit die Arbeit niederlegten. Das dazugehörige Lied, das auf einem Gedicht von James Oppenheim basiert, wurde zu einem zentralen Element der Gewerkschafts- und Frauenbewegung. Diese politischen und gesellschaftlichen Bewegungen haben in den vergangenen 100 Jahren vieles erreicht, aber es bleibt weiterhin viel zu tun. Niedriglöhne sind auch heute leider wieder Thema. Und auch im Bereich der Gleichstellung von Mann und Frau gibt es noch einiges zu tun.

Um einerseits an die Leistungen dieser Frauen zu erinnern und andererseits den weiterhin bestehenden Forderungen nach „Brot und Rosen“, nach Arbeit und nach guten Lebensumständen, Nachdruck zu verleihen, haben wir anlässlich des Internationalen Frauentags Rosen in Lingenfeld verteilt.

Vielen Dank an die engagierten Genossinnen und Genossen vor Ort!

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